Zum Inhalt springen

Regionale Ebene: Was die Bundesländer beitragen können

Die Bundesländer setzen um, was auf europäischer und nationaler Ebene beschlossen wird – und jedes bringt eigene Stärken mit. Hier liegt die Kraft für den Wandel zum produktzentrierten Wirtschaftssystem: Wenn die Länder ihre Schwerpunkte gezielt ausbauen und sich ergänzen, entsteht daraus ein starkes Ganzes.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jedes Bundesland bringt eigene Stärken ein – vom Maschinenbau im Süden über Logistik im Norden bis zu Batterien und Speichern im Osten.
  • Die Schwerpunkte ergänzen sich: Hightech aus Bayern und Baden-Württemberg, erneuerbare Energien und Wasserstoff aus dem Norden, Industrie im Wandel in NRW und Mitteldeutschland.
  • Der Wandel gelingt nur, wenn die Länder zusammenarbeiten – bei Netzen, Fachkräften und Wertschöpfungsketten.
  • Welche Chancen und Risiken das für die einzelnen Länder hat, beschreibt die Seite „Auswirkungen“.

Die Schwerpunkte im Überblick

BundeslandSchwerpunkte
Baden-WürttembergMaschinenbau, KI und Automatisierung, Cybersicherheit
BayernHightech, Luft- und Raumfahrt, regionale Landwirtschaft, GreenTech
Nordrhein-WestfalenUmbau der Industrieregionen, urbane Produktion, Energiewende
Hamburg und BremenHafenlogistik, maritime Wirtschaft, Standards für Lieferketten
Berlin und BrandenburgStart-ups, Wissenschaft, Kreativwirtschaft, Gesundheitswirtschaft
Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThüringenIndustrielle Basis, Schlüsselkomponenten, Batterien und Speicher
Niedersachsen und Schleswig-HolsteinAgrarprodukte, erneuerbare Energien, Wasserstoff
Rheinland-Pfalz und SaarlandChemie, Zusammenarbeit mit Frankreich und Luxemburg, Wasserstoff
Mecklenburg-VorpommernMaritime Wirtschaft, Bioökonomie, Offshore-Wind, Tourismus

Baden-Württemberg

  • Maschinenbau: Weiterentwicklung zu modularen, langlebigen Produktionssystemen
  • Hochschulkooperationen: Technologietransfer zu nachhaltigen Produktionsverfahren
  • Mittelstandsförderung: Unterstützung beim Umstieg auf produktzentrierte Geschäftsmodelle
  • Cybersicherheit: Ausbau des Forschungsclusters in Karlsruhe
  • Künstliche Intelligenz und Automatisierung: KI-Technologien stärken, etwa im Cyber Valley

Bayern

  • Hightech-Agenda: Digitalisierung und Nachhaltigkeit verbinden
  • Cluster-Politik: vernetzte Wertschöpfung in Leitbranchen
  • Landwirtschaftliche Produkte: regionale Kreisläufe und Qualitätsstandards
  • Luft- und Raumfahrt: nachhaltige Mobilitätslösungen
  • Erneuerbare Energien und GreenTech: Technologien für die Energiewende fördern

Nordrhein-Westfalen

  • Umbau der Industrieregionen: von ressourcenintensiver zu ressourceneffizienter Produktion
  • Urbane Produktion: kurze Wege in Ballungsräumen
  • Reallabore: Testfelder für neue produktzentrierte Konzepte
  • Modellregion Energiewende: Umbau der Energieinfrastruktur
  • Mobilitätswende: Elektro- und Wasserstoffmobilität fördern

Hamburg und Bremen

  • Hafenlogistik: Umschlagplätze für nachhaltige globale Warenströme
  • Maritime Wirtschaft: neue Schiffskonzepte und Antriebe
  • Internationaler Handel: Standards für globale Lieferketten
  • Sichere Seewege: maritime Sicherheitstechnologien

Berlin und Brandenburg

  • Start-up-Ökosystem: neue Geschäftsmodelle für produktzentrierte Ansätze
  • Wissenschaftsstandort: Grundlagenforschung zu Materialien und Verfahren
  • Kreativwirtschaft: Design für langlebige Produkte
  • Gesundheitswirtschaft: Medizintechnik und Biotechnologie
  • GreenTech: Umwelttechnologien entwickeln

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

  • Industrielle Basis stärken: mit Fokus auf nachhaltige Produktion
  • Schlüsselkomponenten: Spezialisierung auf Bauteile für nachhaltige Produktsysteme
  • Fachkräfteoffensive: Qualifizierung für zukunftsfähige Produktion
  • Energietechnologien: Batterieproduktion und Speicher

Niedersachsen und Schleswig-Holstein

  • Agrarprodukte: qualitätsorientierte Erzeugung und Verarbeitung
  • Energie: erneuerbare Energien in die Produktion einbinden
  • Tourismus: Dienstleistungen als Teil des produktzentrierten Konzepts
  • Küstenschutz: neue Lösungen gegen die Folgen des Klimawandels
  • Wasserstoffwirtschaft: Wilhelmshaven als Import- und Verteilzentrum

Rheinland-Pfalz und Saarland

  • Chemische Industrie: Umstieg auf biobasierte und kreislauffähige Materialien
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Produktionsnetzwerke mit Frankreich und Luxemburg
  • Weinbau und Agrarwirtschaft: traditionsreiche Produkte mit modernem Nachhaltigkeitsanspruch
  • Wasserstoff: Pilotregionen für industrielle Anwendungen

Mecklenburg-Vorpommern

  • Maritime Wirtschaft: nachhaltige Fischerei und Küstennutzung
  • Tourismus: qualitätsorientierte Dienstleistungen mit Umweltfokus
  • Bioökonomie: natürliche Ressourcen neu nutzen
  • Erneuerbare Energien: Offshore-Windparks und Netze
  • Digitale Landwirtschaft: smarte Agrartechnik für ressourcenschonende Produktion

Wie es weitergeht

Welche wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Folgen diese Schwerpunkte haben können, beschreibt die Seite Auswirkungen auf die Bundesländer. Den Rahmen setzen die Europäische Ebene und die Nationale Ebene; wie Regionen von erneuerbaren Energien profitieren, zeigt der Beitrag Regionale Wertschöpfung.

Mitdenken erwünscht

Du kennst dein Bundesland besser? Dann schreib mir, welche Stärken fehlen oder anders gewichtet werden sollten – über das Formular oder per E-Mail an info@eu-united.de.


Häufige Fragen

Welche Rolle spielen die Bundesländer im produktzentrierten Wirtschaftssystem?

Sie setzen um, was EU und Bund beschließen, und bringen ihre eigenen Stärken ein – etwa Maschinenbau, Logistik, Energie oder Forschung. Wirtschaftsförderung, Hochschulen und Cluster liegen zu großen Teilen in ihrer Hand.

Warum sollen die Bundesländer zusammenarbeiten?

Weil sich ihre Stärken ergänzen: Hightech aus dem Süden braucht erneuerbare Energie und Wasserstoff aus dem Norden. Netze, Fachkräfte und Wertschöpfungsketten enden nicht an Landesgrenzen.

Welche Stärken hat Baden-Württemberg?

Maschinenbau, Künstliche Intelligenz und Automatisierung – etwa im Cyber Valley – sowie Cybersicherheit mit dem Forschungscluster in Karlsruhe.

Welches Bundesland ist für Wasserstoff wichtig?

Vor allem Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit Wilhelmshaven als möglichem Import- und Verteilzentrum, außerdem Pilotregionen in Rheinland-Pfalz und im Saarland sowie die Mobilitätswende in Nordrhein-Westfalen.

Wo finde ich die Chancen und Risiken für die einzelnen Länder?

Auf der Seite „Auswirkungen auf die Bundesländer“ – mit wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Folgen.